Du arbeitest mit der Kraft und dem Ausdruck „der neuen Wilden“. Woher nimmst du deine Gereiztheit die bisweilen einen aggressiven Ton annehmen kann?

Hans Krakau: Weil ich oft ungeduldig bin wenn ich mit Fragen über Kunst und meine Arbeiten gelöchert werde. Heute werde ich eine Ausnahme machen und auf deine Fragen eingehen.

Du kannst nicht einmal eine zahme Katze malen der Kater der bei dir im Zimmer hängt macht einen Buckel und fletscht die Zähne. Gehörst du zu den Romantikern weil du dich ständig an der Gesellschaft reibst und abarbeitest?

Hans Krakau: Mit der Katze das ist eine Unterstellung – Späßle. Ich bin kein Romantiker ich würde sonst den Blick für die Realität verlieren die mir in meiner Malerei sehr wichtig ist.

Die Ausstellung: „Der Kreuzzug des Hans K.“ 2014 in der BBK Galerie weist in diese Richtung. Du scheust dich nicht in der Reichweite des Domes die Kirche zu kritisieren bzw. dieser einen Spiegel vorzuhalten.

Hans Krakau: Ich habe die Kirche nicht kritisiert. Das ist oft missverstanden worden. Ich habe lediglich einen Teil ihrer Verfehlungen bildnerisch dargestellt. Wenn die Kirche zu ihren Verfehlungen stehen würde und offen damit umginge würde man sich nicht mehr so intensiv damit beschäftigen.

Was macht gute Kunst für Dich aus?

Hans Krakau: Das ist eine Frage die wieder Gereiztheit in mir auslöst und mich zu einem aggressiven Ton verleitet. Trotzdem hier eine einfache Antwort: „Gute Kunst setzt handwerkliche Qualität voraus und muss mich inhaltlich ansprechen“.

Woher beziehst du deine Anregungen?

Hans Krakau: Sehen und Denken.

Woran arbeitest du zur Zeit und was erwartet das kunstinteressierte Publikum in nächster Zeit?

Hans Krakau: Weiterhin expressive Malerei, progressive Motive, was zum Denken!

Ich danke dir für das Gespräch.  

 

Einzelausstellung: "Einsichten"
Galerie Kirchner-Grünsfeld
Vernissage 18. Sept. 19.00 Uhr